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Archive für November 2008
Eine klitzekleine geschichtete KunstGeschichte
21.11.2008 von Norbert Schmitt.
Bei dem Thema ‘Kunst und Geld’ sind wir alle schwer und fast unvereinbar am mißfälligen Staunen angeSICHts vielfältigem und scheinBar unzugänglichen Wegen, Abwegen und Wegführens vom ureigentlichen substantiellen Ding Kunst. Kömmt nun Kunst von Können oder hinwiederum von der postmodernen Kunst des Verkaufens, welche eine Idee, sei sie real oder illusorisch, vom ‘Ding an sich’ verkauft. War nun Kant derjenige, bzw. seine weitläufigen Jünger, der Mann, welcher gerne Sicherheit hatte - sie auch beruflich vertrat - der uns wegführte vom Begriff, welcher tiefer in eine Wirklichkeit führt? War es dieser gipfelnde Moment in der Geschichte, der uns nach langer Vorbereitung, das Denken nahm und unserem geschichtlichen Mainstream Definitionen gab? Mal dahingestellt und weitergedacht………
Wenn wir davon ausgehen, eine Kunst habe eine metaphysische Ebene, dann könnte man gegebenenfalls eben jene Grösse des Kunstwerkes in dem modernen Kulturbetriebe einfach dem Betrachter überlassen, was und wie er darin zu entdecken wünscht. Individualisierung macht jedoch leider in einer allgemeinen Idee keine Wirklichkeit, bzw. davon zu reden ist nicht handeln. Jeder redet gerne einmal davon was so alles feine Ansprüche der Freiheit sein könnten, jedoch stellt eine definierte Freiheit keine individuelle Freiheit dar, sondern hinwiederum ein Kollektiv. Sei es das Kollektiv der Gewerkschaft, sei es das der Kunstverständigen. Herren und Rassen, Völker und Scharen. MonoPoly, das eine im GANZEN? Verfilmt ist alles mit dem Objektiv objektiviert, oder etwa nicht? Am Bildschirm und gedruckt - versetzt das Subjekt sich in die Welt. Versubjektiviert sich das Objekt der Freiheit?
Jener, der die Objektivität sucht, wird sie wohl finden, wenn er die nötigen Vorraussetzungen für ein solches Unterfangen mit sich bringt. Ein reines Auge mag es nicht geben, jedoch ein reines Herz und einen Verstand, der mit Vernunft veredelt, ein solches Herz zu reinigen vermag. Natürlich nur in so weit als der Wille die dazu nötige Kraft anerzogen bekam durch Betätigung desselben in Kontinuität. Das Herz vermag wiederum das Auge zu läutern und somit wird das AugenLicht tendenziell- und immer mehr - TATsächlich sonnenhaft.
Was in der Neuzeit zu erwägen ist als Kunst, ist auch häufig Kunst, die mit den Musen nichts mehr zu schaffen haben möchte und sicherlich mit Go’E'ld aufzuwiegen ist. Oft zu verstehen und teilweise sich selbst verstehend als Negation, Negation des Schöpfungsprozesses zu Gunsten eines ungewöhnlichen Materials, einer neuen Form -
einer Form beliebigen Inhaltes. Die Form und das Material, negiert zur Hülse, verleiht mephistophelische Kraft nur dadurch, dass sie musisch inspirierte Kunst konterkariert - Geld, Aktie, Papier und Gepräge verleihen dem Besitzer den Nimbus Alberichs.
In Kunstform geprägtes und geronnenes, hypothetisches, austauschbares Ideengepräge verleiht dem Prinzip, welches Geist im TetraPack zu sehen wünscht, ein scheinbar übermenschliches Gepräge, denn unter das DAMOKLESSCHWERT einer austauschbaren Theorie gestellt, vertauscht des Denkens Freiheit sich mit Beliebigkeit. In der Beliebigkeit erwächst unsere Kultur zur einer Angstgesellschaft, welche eigenständige Urteile, der, mit autorisierter Definition kaschierten, Furcht vor den gedanklichen Konsequenzen, welche Eigenverantwortlichkeit übernehmen müssten, negiert.
Die ständige Negation, als Verweigerung Verantwortung zu übernehmen, pervertiert den Drang zu erweitertem Bewusstsein aufzusteigen, durch eine Mentalität, welche im Kollektivieren verrauscht, um der immer grösseren Masse der Halbwahrheiten
- in Summa - ihre eigene Existenzberechtigung durch den Mord am ‘Sinn’ (der Sinne) schlechthin zu rechtfertigen. Der institutionelle ‘GOTT’ ist jedoch zur Vergangenheit geworden, um in der Postmoderne vom ‘Institut an sich’ ersetzt zu werden.
ICH BIN DER ICH BIN, bleibt jedoch weiterhin unaussprechlich.
Geschrieben in EPISCHE eSSAYS; sHORTsTORIES & EINfachHEITen | Drucken | Keine Kommentare »